2C-B

    2C-B wurde 1974 erstmals von Alexander Shulgin synthetisiert. In den späten 1980er Jahren und Anfang der 1990 Jahre wurde 2C-B auch als Ecstasy verkauft.

    Stofflichkeit:

    2C-B (2,5-Dimethoxy-4-Brom-Phenylethylamin) ist ein synthetisch hergestelltes Meskalinderivat.
    Es wird meist in Tablettenform (auch als angebliches Ecstasy), seltener als Kapsel oder in Pulverform verkauft.
    2C-B ist auch unter den Namen Erox, Nexus oder Herox bekannt.

    Wirkungsdauer:
    Die Wirkung ist stark dosisabhängig. Eine wirksame Dosis liegt zwischen 2-15mg gesnieft und 5-25mg geschluckt. Schon in einer kleinen Dosiserhöhung kann ein starker Unterschied zu der zuvor erlebten Wirkung liegen.
    Die Wirkung setzt gesnieft nach ca. 5-10 Min. und geschluckt nach ca. 30-60 Min. ein.
    Der Höhepunkt der Wirkung ist nach 60-90 Min. erreicht und klingt nach 4-7 Stunden ab.

    Konsumformen:

    2C-B kann gesnieft oder geschluckt werden.

    Risikobedingungen:

    Die Wirkung ist auch entscheidend abhängig vom Set (eigenes Befinden) und Setting (eigenes Umfeld) des Users.
    Es erfolgt eine Sensibilisierung der Sinne. 2C-B kann aphrodisierend, euphorisierend und stark wahrnehmungsverändernd wirken. Bei einer Dosis ab ca. 12mg tritt die halluzinogene Wirkung in den Vordergrund.
    Ein Brennen der Nasenschleimhäute beim Sniefen kann ebenso eine Begleiterscheinung des Konsums sein wie die Erhöhung von Puls, Blutdruck und Körpertemperatur.
    Übelkeit, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle und Magen- und Darmbeschwerden können auftreten.
    Neben einer eingeschränkten Kritik- und Reaktionsfähigkeit liegen die Risiken eher im psychischen Bereich.
    So kann es durch Orientierungsverlust, Überforderung, Kontroll- und Realitätsverlust zu Angstzuständen oder "Horrortrips" kommen.

    Risikobedingungen bei Dauerkonsum:

    Schädigende Auswirkungen des Dauerkonsums von 2C-B sind bis auf die erhöhte Gefahr des Auslösens von latenten (verborgenen) Psychosen bisher nicht bekannt.

    Mischkonsum mit 2-CB:

    Über Schwierigkeiten beim Mischkonsum mit 2C-B ist bisher wenig bekannt.
    Während der Mix mit MDMA als eher angenehm beschrieben wird (Verstärkung der aphrodisierenden Wirkung), soll der Mischkonsum mit MDBD unangenehme psychische Nebenwirkungen entfalten können.

    Abgeraten wird von einem Mix mit Medikamenten, Alkohol und anderen "Downern" (Opiate etc.).

    Zusammenfassung der Wirkspektren

    Subjektiv erwünschte Wirkungen können sein:

    • Sensibilisierung der Sinne
    • aphrodisierend, euphorisierend
    • stark wahrnehmungsverändernd (Halluzinogen)

    Subjektiv negative Wirkungen können sein:

    • Brennen der Nasenschleimhäute beim Sniefen
    • Erhöhung von Puls, Blutdruck und Körpertemperatur
    • Übelkeit, Schweißausbrüche, Schwindelgefühle und Magen- und Darmbeschwerden können auftreten
    • eingeschränkte Kritik- und Reaktionsfähigkeit
    • Orientierungsverlust, Überforderung, Kontroll- und Realitätsverlust, Angstzustände oder "Horrortrips"
    • auch bei einmaligem Gebrauch besteht die Möglichkeit das latente (verborgene) Psychosen ausgelöst werden.

    Safer Use:

    • konsumiere nur bei gutem Set (Befinden) und Setting (Umfeld)
    • Vorsicht beim Dosieren und eventuellem Nachlegen
    • trinke genug antialkoholische und mineral- und vitaminhaltige Getränke während der Erfahrung
    • beachte beim nasalen Konsum die Safer-Sniefen-Regeln
    • Personen mit psychischen Problemen oder Schwierigkeiten sollten ebenso auf den Konsum verzichten wie Personen mit Diabetes, Epilepsie, Herz- und Kreislaufproblemen und Frauen in der Schwangerschaft
    • verzichte beim Konsum auf das Ausüben verantwortungsvoller Tätigkeiten


    Für die Damen:

    • in der Schwangerschaft solltest Du auf den Konsum von 2C-B verzichten
    • Frauen bedürfen aufgrund ihres oftmals geringeren Körpergewichts einer kleineren Dosis

    Diese Informationen sind nicht als Motivation zum Drogenkonsum gedacht.
    Sie dienen dazu die Risiken des Konsums, wenn sowieso schon konsumiert wird, zu minimieren. Gänzlich ausschließen lassen sich diese jedoch nicht.
    Diese Texte sind nach bestem Wissen zusammengetragen und entstammen der Recherche aus Büchern, Fachpublikationen und der Zusammenarbeit mit Herrn Hoffmann (Ärztlicher Leiter der Fachambulanz Kiel). Irrtümer können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
    Für die Nutzung dieser Informationen übernimmt das Partyprojekt-Odyssee keine Haftung.

     
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