Ephedrin
Ephedrin ist das Kraut der Ephedra-Pflanze. Sie wächst in sehr heißen und trockenen Gebieten (wie z.B. dem Norden Chinas) und gehört zu den ältesten Heilpflanzen der Erde.
Synthetisch hergestellt ist Ephedrin(-hydrochlorid) in unseren Breitengraden in einigen Asthma und Hustenmitteln ebenso enthalten wie aufgrund seiner appetitzügelnden und fettverbrennenden Wirkung in Schlankheitsmitteln und Präparaten für Bodybuilder.
Ephedra ist hierzulande auch auf pflanzlicher Basis (Kapseln) oder zusammen mit anderen Substanzen wie Guarana oder Koffein als "Herbal XTC" oder "Herbal Energizer" erhältlich.
Stofflichkeit:
Ephedrin aus der Ephedra-Pflanze, auch bekannt unter seinem alten chinesischen Namen "Ma-Huang", wird ebenso als Meerträubel, Mormonen-Tee oder Mexikanischer Tee gehandelt.
Das Alkaloid Ephedrin ähnelt von seinen Eigenschaften her den Amphetaminen.
Wirkungsdauer:
Der Wirkungseintritt erfolgt nach ca. 40 Minuten - als Kapsel geschluckt eher schneller und als Tee getrunken eher später. Die Wirkungsdauer beträgt bis zu 8 Stunden.
Konsumformen:
Synthetisch hergestelltes Ephedrin wird in Kapselform geschluckt. Durch Übergießen der Pflanzenzweige als Tee oder in Getränken beigemischt kann es auch getrunken werden.
Nachweiszeit:
Ephedrin kann einen positiven Drogentest verursachen (Amphetamine).
Risikobedingungen:
Ephedrin regt den Kreislauf an. Daher wirkt es antriebs- und leistungssteigernd. Bewegungsdrang, Aufmerksamkeit und Mitteilungsbedürfnis werden durch den Konsum von Ephedrin erhöht.
Es sind Schlafprobleme, Herzrasen, Schweißausbrüche, Unruhe, Mundtrockenheit, Nervosität, erhöhter Blutdruck und Schwindelgefühle möglich. Ephedrin wirkt appetithemmend.
Bei höherer Dosis können auch Herzrhythmusstörungen, Orientierungslosigkeit und Verfolgungswahn auftreten.
Bei hoher Dosierung ist es auch möglich, dass die Gerbstoffe des Ephedrakrauts Magenbeschwerden zur Folge haben.
Risikobedingungen bei Dauerkonsum:
Bei Dauerkonsum kann die Gedächtnis- und Konzentrationsleistung beeinträchtigt werden.
Weiter sind Gereiztheit, aggressives Verhalten, Leber- und Nierenschäden, Schlafstörungen, schlechte Zähne, Herzrhythmusstörungen und auch psychische Probleme mögliche Folgen des Dauerkonsums von Ephedrin.
Dauerhafter Ephedrin-Konsum kann zu einer psychischen Abhängigkeit führen. Bei Ephedrin entsteht eine Toleranzbildung.
Mischkonsum mit Ephedrin:
Ephedrin und Alkohol:
Die Wirkung des Alkohols wird nicht mehr so stark wahrgenommen, hohe Belastung von Leber und Nieren.
Ephedrin und Mao-Hemmer:
Unkalkulierbare Verlängerung und eventuell auch eine Verstärkung der Wirkung.
Zusammenfassung der Wirkspektren
Subjektiv erwünschte Wirkungen können sein:
- Ephedrin regt den Kreislauf an.
- Es wirkt antriebs- und leistungssteigernd, Bewegungsdrang, Aufmerksamkeit und Mitteilungsbedürfnis werden ebenfalls gesteigert.
- Der Appetit ist gehemmt.
Subjektiv negative Wirkungen können sein:
- Schlafprobleme, Herzrasen, Schweißausbrüche, Unruhe, Mundtrockenheit, erhöhter Blutdruck, Schwindelgefühle und bei höherer Dosis auch Herzrhythmusstörungen, Orientierungslosigkeit und Verfolgungswahn sind möglich.
Safer Use:
- Konsumiere nur bei gutem Set (eigenes Befinden) und Setting (Umgebung).
- Dosiere niedrig (gerade beim Kraut der Pflanze), da der Wirkstoffgehalt stark schwankt.
- Trinke genug antialkoholische Getränke (mineral- und vitaminhaltig).
- Der Konsum beeinträchtigt die Fahrtauglichkeit (lass Dein Auto stehen)
- Personen mit Herz- und Kreislaufproblemen, Leber- und Nierenschäden, Schilddrüsen- oder Durchblutungsstörungen sollten kein Ephedrin konsumiere
- Mache Konsumpausen
- Ephedrin kann einen positiven Drogentest verursachen (Amphetamine)
Für die Damen:
Frauen benötigen aufgrund des oftmals geringeren Körpergewichts eine geringere Dosis. In der Schwangerschaft und Stillzeit solltest Du auf den Konsum verzichten.
Rechtslage:
Ephedrin ist seit 1.4.2006 in Apotheken nur noch als rezeptpflichtiges Präparat zu bekommen. Es ist auch melde- und erlaubnispflichtig, da es zur synthetischen Herstellung von Methamphetamin genutzt wird.
Diese Informationen sind nicht als Motivation zum Drogenkonsum gedacht.
Sie dienen dazu die Risiken des Konsums, wenn sowieso schon konsumiert wird, zu minimieren. Gänzlich ausschließen lassen sich diese jedoch nicht.
Diese Texte sind nach bestem Wissen zusammengetragen und entstammen der Recherche aus Büchern, Fachpublikationen und der Zusammenarbeit mit Herrn Hoffmann (Ärztlicher Leiter der Fachambulanz Kiel). Irrtümer können aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
Für die Nutzung dieser Informationen übernimmt das Partyprojekt-Odyssee keine Haftung.
